Haustausch als Urlaubsidee in Deutschland wenig begehrt

Verfasst von bz am 24. May 2011 - 13:08 24. May 2011

Nachdem wir gestern ein grandioses Luxushotel vorstellten, folgt heute ein konträrer Gegenentwurf zum Thema Urlaub: Haustausch. Viele freuen sich schon auf die bevorstehenden Ferien. Vielleicht kommt so eine ausgefallene Idee wie Haustausch Reiselustigen recht, die noch keine Urlaubsbuchung tätigten. Gartenbesitzer, die sich vielleicht sogar mit unseren Tipps und exklusiven Lounge-Möbel von loungedreams.com oder moebel-profi.de ein geschmackvolles zu Hause einrichteten und dennoch im Sommer gern verreisen, könnten im Haustausch eine vortreffliche Alternative sehen.

Als eine Mischung aus Abenteuer und preiswertem Urlaub beschrieb der Spiegel die ungewöhnliche Art des Urlaubs. Es brauche viel Vertrauen, um die eigene stilvolle Einrichtung unbekannten Leuten zu überlassen. Und andererseits weiß der dem Haustausch Wohlgesinnte nicht, was ihn am Ferienort erwartet. Zwischen einer Villa in Australien bis hin zur vernachlässigten Einrichtung im Nirgendwo ist bei diesem Urlaubskonzept alles möglich. Interessant sind darüberhinaus die Ausführungen des Magazins hinsichtlich rechtlicher Bedenken beim Haustausch. Denn mehr noch als die Frage, ob Staub unterm Sofa liege, welche Musik die Haustauscher bevorzugen, wie modern Küche, Bad, die restlichen Wohnräume eingerichtet sind, sollten juristische Fallstricke vorher bedacht werden, meint sinngemäß spiegel.de. In diesem Zusammenhang kommt der Professor für Reiserecht an der Universität Dresden, Dr. Ronald Schmid, zu Wort: "Falls etwas passiert, falls Dinge zerstört werden oder die Wohnung ausgeräumt wird, dann kommt es ganz entscheidend auf Beweise an", wird Dr. Schmid zitiert.

Ulrich Reinhardt, Tourismusforscher der Stiftung für Zukunftsfragen, äußerte sich ebenfalls zum Haustausch, der hierzulande kaum als mehrheitsfähig gilt. Getreu dem Motto „My Home is my Castle“ verstünden bundesdeutsche Hausbesitzer ihre stilvolle Einrichtung als „Heiligtum“ und finanzielle Erwägungen für preiswerten Urlaub spielten angeblich kaum eine Rolle. Wer sich schöne Möbel, eine hochwertige Küche, traumhaftes Bad, ein Outdoor-Wohnzimmer mit modernen Lounge-Möbeln auf der Terrasse leisten kann, wird nicht am Urlaub sparen, um sich für unwägbaren Haustausch zu entscheiden.

Fremde im eigenen Haus? (flickr.com / Jeremy Levine Design)

Bild: Fremde im eigenen Haus? (flickr.com / Jeremy Levine Design)