Möbelpreise: Vorausschau 2011

Verfasst von bz am 12. January 2011 - 10:48 12. January 2011

Die Preisentwicklungen im Bereich Möbel sind fürs neue Jahr relativ schwer vorhersagbar. Während deutsche Möbelhersteller ihre Abgabepreise an den Möbelhandel wohl erhöhen werden, zeigte sich dieser bisher relativ krisenresistent. Bei der Vorausschau auf die Möbelpreise berief sich das Online-Portal finanznachrichten.de auf Aussagen renommierter Fachexperten. So war finanznachrichten.de zu entnehmen, dass bundesdeutsche Verbraucher bei der Anschaffung neuer Möbel wohl tiefer in die Tasche greifen müssten. Preiserhöhungen im Möbelhandel wären deshalb unumgänglich, weil Möbelhersteller mit „explosionsartig“ gestiegenen Zulieferkosten zu kämpfen hätten. Um Renditen und Innovationskraft zu sichern, seien Möbelhersteller geradezu gezwungen, ihre Möbelpreise zu erhöhen. 

Zu diesem Resultat sei Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie, im Vorfeld der bedeutenden Möbelmesse imm cologne (18. – 23.01.2011, wir berichteten) gekommen; nachvollziehbar in einer entsprechenden Pressemitteilung. Dass dieses Statement nicht gleichzeitig steigende Möbelpreise für Endverbraucher bedeuten muss, machte Thomas Grothkopp, Vertreter des Möbelhandels, klar. Der Bundesverbandschef des Möbel- und Küchenhandels machte laut finanznachrichten.de darauf aufmerksam, dass Möbelpreise in den letzten vier Jahren lediglich um 1,4 Prozent gestiegen seien. Das schwere Krisenjahr 2009 ging an Möbelhersteller und Möbelhäuser natürlich nicht spurlos vorüber. Deutsche Möbelhersteller werden Jahre brauchen, um eingefahrene Verluste wettzumachen. Umsatzergebnisse des Spitzenjahres 2008 (20,3 Milliarden Euro) sind von deutschen Möbelherstellern auch mit steigenden Möbelpreisen in diesem Jahr noch nicht erreichbar. 

Der Möbelhandel hingegen verweist fürs vergangene Jahr sogar auf ein Umsatzplus. Knapp dreißig Milliarden Euro Umsatz wurden bei Wohn- und Küchenmöbeln insbesondere durch billige Möbel aus Importen realisiert. Wie finanznachrichten.de weiter berichtete, stamme jedes zweite in Deutschland verkaufte Möbelstück aus Importen, die Möbelpreise lägen im unteren bis mittleren Segment. Deutsche Möbelhersteller könnten in diesem Bereich nicht mithalten, betonte Klaas. Der Exportmotor sei jedoch bereits 2010 wieder angesprungen.

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Bild: flickr.com / marcp_dmoz