Nachhaltige Möbel Teil 2: Recyclingmöbel

Verfasst von bz am 3. March 2011 - 12:21 03. March 2011

Nachdem gestern nachhaltige Möbel und FSC-Gütesiegel im Mittelpunkt standen, geht es heute im zweiten Teil um Recyclingmöbel. Im Gegensatz zur ökologisch evidenten Einrichtung, mit der sich die Möbelbranche zwar noch nicht ausreichend, aber immerhin zunehmend auseinandersetzt, sind Recyclingmöbel ein ganz anderes Thema, welches eher im Bereich Liebhaberstücke oder originell gestylter Designermöbel angesiedelt ist.

Das Online-Portal möbel.com singt geradezu ein Hohelied auf Recyclingmöbel. Ob diese Euphorie tatsächlich ein neuer Trend ist, der die Branche im Sturm erobern wird, darf dennoch eher bezweifelt werden. Möbelfirmen und ihre Designer werden sich kaum befleißigen, ähnlich wie Fissler oder WMF, die hin und wieder alte Pfannen sowie Töpfe einsammeln, um neue zu verkaufen, gebrauchte Möbel umzufunktionieren. Designer finden vielleicht sogar gebrauchte Möbel zum Experimentieren toll: Der Touch umweltbewussten Handels gibt Designern, Möbelbaufirma sowie Kunden gleichzeitig ein gutes Gefühl. Und originell designte Recyclingmöbel können Hingucker innerhalb einer modernen Einrichtung sein. Sie werden, sind sie gut gemacht, progressiven Designerstücken sicherlich in nichts nachstehen. Auch Omas Küchenschrank aus den 50er Jahren, noch keine antiquierte Rarität, wird als Recyclingmöbel eine Einrichtung gekonnt verschönern. 

Damit ist jedoch die nächste Unsicherheit in Bezug auf Recyclingmöbel bereits angedeutet. Omas Küchenschrank möge ja akzeptabel sein, aber nicht jeder Kunde kann sich seine Einrichtung mit Recyclingmöbeln vorstellen. Wenn die einstige Herkunft gebrauchter Möbel unklar ist, spielen für solcherart Recyclingmöbel sicherlich auch hygienische und bei technischen Geräten auch funktionale sowie energiesparende Gründe eine Rolle.

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Bild: flickr.com / derekb