Schlafdesign für unterwegs: Koffer-Gästebett vom Designer Michael Bensch

Verfasst von bz am 10. September 2010 - 0:42 10. September 2010

Die Konsumgütermesse "Tendence" in Frankfurt nutzte der Designer Michael Bensch dazu, ein tragbares Gästebett namens "Heimschläfer" vorzustellen. Nie mehr Luftmatratze und schlafen wie zu Hause? Verstaut werden kann der Heimschläfer in einem eigens dafür gefertigten Koffer, der praktischer Weise gleich als Gäste-Nachttischchen dienen kann, wenn das Bett ausgepackt ist. Der Designer Bensch ist frisch gebackener Diplomingenieur für Innenarchitektur und durfte an der Tendence im Rahmen des Förderprogramms "Talents" ausstellen.

Der Heimschläfer wurde im Rahmen des Studiums von Bensch entwickelt. Die Idee des Mitnahme-Gästebetts war eigentlich so nicht gedacht - ursprünglich wollte der Nachwuchsdesigner ein Gästebett entwickeln, auf dem die eigenen Gäste eben in der Wohnung nächtigen könnten. Der gelernte Tischler erklärt sich: "Wenn Besuch kommt, schläft der meist auf einer Bettcouch, die am Tag ein Sofa ist." Aber er wolle "dem Besucher das Gefühl geben, das hier ist wirklich nur für mich" - der 31-Jährige wollte dem Gast das Gefühl des Zuhause-seins geben. Flexibel und anpassbar - das war der selbst gestellte Anspruch des Designers.

Fünf Monate später war der Heimschläfer konstruiert - inklusive Koffer aus dunklem Holz und seitlich aus thermoplastischem Kunststoff. Hinzu kommt eine Glühbirne, die seitlich angebracht ist - ein absoluter Hingucker! Der Koffer wird, wenn der Heimschläfer ausgerollt ist, als Nachttisch verwendet - mit der Glühbirne gibt es sogar noch genügend Licht für die abendliche Bettlektüre. Um auch etwas Atmosphäre zu schaffen, vollenden eine Vase samt Blume den Heimschläfer.

Derjenige, der sich auf dem Heimschläfer niederlässt, bettet sich auf einer aufblasbaren Isomatte. Umhüllt von hellgrünem Stoff zeigt sich der Heimschläfer passend zur Bettwäsche: "Das habe ich alles nähen lassen", erklärt der Designer. Für angenehmen Komfort sorgt die Fußmatte am Fußende des Heimschläfers. Verständlich, dass Bensch seine Entwicklung auch getestet hat: "Ich habe schon eine Nacht darauf geschlafen".

Bislang habe Bensch "super positive Resonanz" erfahren, etwa durch den Designpreis Rheinland-Pfalz in der Kategorie Junior. Nun braucht es nur noch eines: Kontakte, Kontakte, Kontakte. Denn Benschs nächstes Ziel ist ambitioniert: "Ich bin super motiviert, den Heimschläfer in einer Kleinserie zu produzieren."

Heimschläfer, Michael Bensch

Bild: Heimschläfer, Michael Bensch