So geht’s: Der österreichische Möbelmarkt boomt

Verfasst von bz am 24. September 2010 - 12:14 24. September 2010

Wie die RegioPlan Consulting GmbH in einer Pressemitteilung verlautbaren ließ, konnte der österreichische Möbeleinzelhandel kontinuierlich in den letzten sechs Jahren an Umsatz zulegen. So stieg im letzten Jahr der Branchenumsatz um ca. 1,6 Prozent. "Der österreichische Möbeleinzelhandel konnte sich besser als erwartet entwickeln", kommentiert Direktor Michael Oberweger, Leiter Consulting bei RegioPlan, diese erfreuliche Entwicklung. "Durch starke Flächenexpansion ging jedoch auch der Quadratmeterumsatz zurück. So ist dieser von 1999 auf 2009 um rund neun Prozent gesunken", so Oberweger weiter.

Interessant ist, dass der österreichische Möbelhandel nicht ausschließlich mit seinem Kerngeschäft Umsatz macht. Sondern auch Artikel, die keine Möbel im eigentlichen Sinne sind, seien eine wichtige Einnahmequelle, so das Ergebnis der Untersuchungen von RegioPlan. Es ließen sich mit Vasen, Bilderrahmen, Spiegeln, Besteck, Porzellan und Heimtextilien ähnliche Umsätze erzielen wie mit Möbeln, das sind immerhin 38 Prozent. Auch im Bereich von Elektrokleingeräten und Haushaltselektronik wie beispielsweise Waschmaschinen, Kühlschränke oder Geschirrspülmaschinen ist ein Umsatzplus zu verzeichnen. Es konnte ein Zuwachs von vier Prozent im Vergleichszeitraum 1999 bis 2009 festgestellt werden.

Interessant ist auch die Entwicklung im In- und Ausland. So setzen die Ketten im Inland eher auf eine Optimierung der vorhandenen Filialen und Ableger. Im Jahr 2009 wurden gerade einmal zehn Neueröffnungen verzeichnet. Auch sei die befürchtete Kaufstagnation im Jahr 2009 ausgeblieben. So befürchtete man ursprünglich gerade im Bereich des langfristigen Bedarfs Umsatzrückgänge. Diese Befürchtungen bewahrheiteten sich jedoch nicht. Insgesamt scheint die österreichische Möbelbranche auf einem guten Weg zu sein. Sie habe erkannt, dass die großflächigen Formate unrentabel seien. Man setze verstärkt auf die kleinen und individuellen Geschäfte - und das scheint aufzugehen auf dem österreichischen Möbelmarkt.

RegioPlan

Bild: RegioPlan