Teenager-Zimmer richtig eingerichtet: Zwischen Kinderzimmer und Auszug

Verfasst von bz am 15. September 2010 - 11:16 15. September 2010

"Kleine Kinder, kleine Sorgen, große Kinder, ..." - ja, es sagt schon ein altes Sprichwort, dass mit dem Erwachsen werden der eigenen Kinder die Sorgen durchaus größer werden. Die Sprösslinge befinden sich in der Pubertät - eine Zeit zwischen Kind sein und Erwachsen werden - kein leichtes Unterfangen. Kinder bilden ihre Persönlichkeit - und entwickeln einen eigenen Stil. Das bisherige Kinderzimmer kann so jedenfalls nicht mehr bleiben, das Plüschbärchen muss raus, Idole müssen rein. Und vor allem: Gemütlichkeit muss einziehen.

Was tun, wenn das Jugendzimmer aber ungewöhnlich klein ist? Klar - es wird zur Wohnlandschaft. Ein Bett wird ins Zimmer gestellt, welches sich auf die ganze Breite des Zimmers zieht, und so wird es zur Wohnlandschaft. Ein Bücherregal noch und Schreibpult sowie Kleiderschrank - all das hat mit den richtigen Möbeln auch in kleinsten Räumen Platz. In dem Falle empfehlen sich LED-Leuchten an den Wänden, die etwas Wohnlichkeit reinbringen. Wichtig ist, dass in kleinen Räumen immer niedrige Betten eingesetzt werden - wenn dieses auch als Couch fungieren muss, sorgen große Kissen und Rollen für extreme Gemütlichkeit.

Ein weiterer Sofa-Tipp: Wenn der Platz dem Jugendlichen auf herkömmlichen Sofas, die nun mal meist auf drei Sitze begrenzt sind, nicht ausreicht, nehme man einfach zwei dicke Matratzen, lege eine auf den Boden, die andere dahinter an die Wand gelehnt und schon ist wieder eine Sofalandschaft geschaffen, die Freiraum und Platz bietet. Gefallen die Matratzenfarben nicht und sollen Flecken nicht gleich auffallen, empfehlen sich Bezüge. Für Jungs-Zimmer können hier Jeansstoffe verwendet werden - sie passen meist zum Stil jugendlicher Jungs und sind zudem ziemlich hart im Nehmen. Als Special empfiehlt sich Fototapete - diese verleiht einem Raum mehr Größe und Tiefe. Man kann Fototapete auch leicht selbst gestalten oder vorgefertigt kaufen; beispielsweise bei Amazon.

Mädchen werden im Teenager-Alter oft ... sagen wir "modebewusst"; heißt: Die Klamotten sollen in großer Auswahl möglichst immer sichtbar sein. Charme zaubert ein einfaches Mittel: Die Lieblingskleider können gerne auf Kleiderbügeln drapiert und so offen im Zimmer zur Schau gestellt werden. In Mädchenzimmern bieten sich helle Pudertöne an, die Möbel können gerne in weiß gehalten werden. So wird ein Prinzessinnentraum auch dann geschaffen, wenn sich der langsam zickige Sprössling eher wie eine Königin fühlt. Die Kleiderbügel können im Übrigen an einer Wandleiste wunderbar angebracht werden - diese kann in beliebiger Farbe gestrichen werden, während die Kleiderbügel die Farbe der Möbel, in diesem Beispiel also weiß, haben sollten, um harmonisch und nicht kalt zu wirken.

Zuckersüße Mädchenträume werden auch mit Himmelbetten erfüllt - und jedes einfache Bett kann mittels Schleier oder Moskitonetz in ein solches verwandelt werden. Zur Dekoration empfehlen sich in Teenagerzimmern Fotocollagen, denn in dem Alter gibt es kaum etwas Wichtigeres als die eigenen Freunde, die hier dargestellt werden können. Wer mit Farben arbeiten möchte: Es empfiehlt sich, die Wände so farbneutral wie möglich zu halten, wenn farbige Akzente im Zimmer gesetzt werden sollen. So kann der Rahmen der Fotocollage, einige der Kissen auf dem neuen Himmelbett und ein paar Hängeleuchten (gibt es in verschiedenen Farben in allen erdenklichen Einrichtungsshops) dieselbe leuchtende Farbe haben - gelb und grün wirken dafür freundlich und ansprechend.

Und einer der wichtigsten Tipps für das Teenagerzimmer: Jugendliche neigen dazu, alles mögliche an den Wänden aufzuhängen. Das kann man als Eltern gerne unterstützen und sogar anbieten, die Wände zu bemalen. Wenn das Angebot steht, fällt die Bemalung auch entsprechend aus - so wird die Persönlichkeit der Jugendlichen sehr unterstützt.

flickr.com / Sébastian Dahl

Bild: flickr.com / Sébastian Dahl